Japanisches Turnier in Weddern/Karthaus

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Bericht Streiflichter

Japanisch ging es am Sonntag in der Sporthalle des Anna-Katharinenstifts Karthaus zu. Denn ein japanisches Turnier veranstaltete die Judo-Abteilung der DJK Dülmen mit ihrer Gruppe für behinderte Judoka. Bei der 12. Offenen Landes-Mannschaftsmeisterschaft im G-Judo waren rund 80 Kämpfer am Start. Kurz vor dem Start des Turnieres freuten sich (von rechts) Judo-Abteilungsleiter Klaus Schulze Temming, DJK-Vorsitzender Michael Müller und (Zweiter von links) Bernard Freitag, Leiter der Behindertengruppe über eine Spende in Höhe von 1000 Euro der Behindertenhilfe Dülmen. Manfred Ballensiefen (Mitte) und Thomas Reher (links) aus dem Vorstand der Behindertenhilfe zeigten sich beeindruckt von der guten Atmosphäre in der Halle.
Das Geld will die DJK für Turnierausrüstung für das G-Judo ausgeben — ganz oben auf der Anschaffungsliste steht eine Turnierwaage, mit der die Kämpfer vor dem Kampf genau gewogen werden können — wichtig für die Zuweisung eines fairen Gegners.

Bericht DZ

Dülmen. Für die Behindertenabteilung der DJK Judoka war der gestrige Sonntag ein ganz besonderer Tag. Nicht nur, dass sie Ausrichter der zwölften offenen Landes-Mannschaftsmeisterschaft im G-Judo - als "Japanisches Turnier" - in der Turnhalle der Karthaus waren, bereits vor den Wettkämpfen hatten sie allen Grund zur Freude. Der Vorsitzende der Behindertenhilfe Dülmen, Manfred Ballensiefen zusammen mit seinem Stellvertreter Thomas Reher, überreichten den DJK-Verantwortlichen, Klaus Schulze Temming sowie Bernard Freitag und Michael Müller, einen Spendenscheck über 1000 Euro. "Wir unterstützen verschiedene Vereine. In erster Linie geht es um Integration", erklärte Ballensiefen das Anliegen. "1998 haben wir angefangen. Alle Vereine sind Mitglieder bei uns - so ist auch die Judo-Abteilung der DJK von Anfang an dabei gewesen." So kam es, dass für sie gesammelt wurde und die stolze Summe nun für die Wettkampfausrichtung gebraucht werden kann, wie Cheftrainer Bernard Freitag berichtete.
Nach der feierlichen Übergabe ging es für die Kämpfer dann ans Eingemachte. Insgesamt gingen knapp 80 Sportler aller Altersklassen aus ganz NRW an den Start. "Das japanische Turnier ist eine besondere Form des Judos", weiß Abteilungsleiter Klaus Schulze Temming. "Der Leichteste fängt an, solange bis er verliert. Sein Gegner darf jedoch weiter machen."
Von Runde zu Runde werde es somit für die Sieger immer schwerer. Insgesamt fünf Mal darf ein Kämpfer gewinnen. "Das ist eine ganz besondere Herausforderung." Für die DJK als Gastgeberteam hat das Turnier bereits eine lange Tradition. "Wir sind jetzt im zwölften Jahr dabei." Dieser Wettkampf werde auch weiterhin beibehalten. "Gerne können auch Behinderte aus Dülmen kommen und mitmachen", freut sich Freitag über jedes neue Gesicht. "Wir haben zwar viele im Team, aber diese kommen alle aus der eigenen Abteilung."

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Letzte Änderung: 20.05.2012

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