Michaela Stutz aus Dülmen darf als erste G-Judoka in Deutschland einen schwarzen Gürtel tragen

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Michaela Stutz

Das hat es in der nun schon über 45-jährigen Judo-Abteilungsgeschichte der DJK Dülmen noch nicht gegeben. Mit Michaela Stutz hat zum ersten Mal deutschlandweit ein G-Judoka die Prüfung zum ersten Dan (schwarzer Gürtel) erfolgreich bestanden. Insgesamt 30 Teilnehmer stellten sich der Prüfung der drei Prüfungskommissionen.
Die Vorbereitung erstreckte sich über zwölf harte Monate. Nicht nur während des Judotrainings bereitete sich Michaela Stutz von der DJK Dülmen auf die Schwarzgurtprüfung (erster Dan) vor, sondern auch an vielen anderen Tagen. Mit ihrem Uke (Trainingspartner) Marcel Mülder fuhr sie auch zu Wochenendlehrgängen nach Hennef und Leichlingen, wo sie von Jörg Wolter und vor allem von Roswitha Bosbach intensiv auf die Prüfung vorbereitet wurde.„Während dieser Zeit sind wir auch in sportlicher Hinsicht zu einem richtigen Team zusammen gewachsen“, sagten beide überzeugend.
Die Prüfung in Witten, die nach der strengen Dan-Prüfungsordnung des Deutschen Judo-Bundes und Nordrhein-Westfälischen Dan-Kollegiums abgehalten wurde, hatte es in sich. Von Michaela Stutz wurde die Beherrschung des technischen Programms für alle acht Kyu-Grade verlangt. Einen großen Teil der Prüfung nahm jedoch die Nage-no-Kata (die Formen des Werfens) ein. 15 Würfe (rechts und links also 30) galt es in einer ganz bestimmten vorgegebenen Weise zu demonstrieren. „Die Kata-Vorführung ist eine sehr feierliche Angelegenheit“, wusste die DJK-Kämpferin (mehrfache deutsche Meisterin im G-Judo) zu berichten, „was schon äußerlich durch die gemessenen und exakten Bewegungen der Vorführenden sichtbar wird“. Techniken und Bewegungsabläufe mussten nach vorgegebenen Folgen präsentiert werden. Michaela Stutz und Marcel Mülder hatten sich in den vergangenen Monaten damit sehr intensiv beschäftigt und überzeugten die Prüfer des Nordrhein Westfälischen Dan Kollegiums mit einer sehr starken Vorstellung. „Eine Kata soll Sieg und Niederlage demonstrieren, wobei Angriff und Verteidigung vorher genau festgelegt sind“.
Sowohl innerhalb der Stand- als auch Bodentechnik mussten nicht nur die unterschiedlichen Techniken präsentiert sondern auch die Spezialtechnik gezeigt und vorgestellt werden. Aus den Haltegriffen heraus mussten Übergänge vom Stand in den Boden demonstriert werden. Viele Bodentechniken waren zu erarbeiten und vorzuführen. Alle Techniken galt es aus den Standardsituationen des Bodenkampfes zu demonstrieren.
Nach über vier Stunden und dem Vergießen zahlreicher Schweißtropfen fiel Michaela ein Stein vom Herzen. Aus den Händen der Prüfungskommission (Edgar Korthauer, Volker Gößling, Jörg Wolter) erhielt die Dülmenerin die Urkunde über das erfolgreiche Bestehen der ersten Dan-Prüfung überreicht. Marcel Mülder ging zwar seitens des Verbandes leer aus, doch auch er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Michaela nun in Zukunft „schwarz“ tragen darf. Zum Schluss überreichte Bernard Freitag Michaela den schwarzen Gürtel mit den herzlichen Glückwünschen der DJK Judoabteilung Dülmen.

Marcel Mülder mit Michaela Stutz

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Letzte Änderung: 13.09.2015

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